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Diesen Beitrag schreibe ich zur Blogparade von Susi Bayer „Entscheidung: Neues Leben!“ als Resümee, was es mir gebracht hat, mich für mein Leben zu entscheiden.

 

Es ist knapp 5 Jahre her, dass mir die ersten Impulse sehr stark verdeutlichten, dass sich in meinem Leben etwas verändern wird. Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich eigentlich alles. Eine langjährige Beziehung, richtig gute Aufträge, Freunde und auch sonst alles was man halt so hat oder braucht. Und trotzdem fühlte ich mich fremdbestimmt, hechtete von einem Termin zum anderen, hatte immer wieder das Gefühl mich zurück nehmen zu müssen. Manchmal kam ich mir vor wie Kate Winslet im Film Titanic, als sie auf das Schiff ging. Sie schrie ganz laut und niemand hörte sie.

 

Wie oft bekam ich auch den Satz zu hören: „Immer willst Du mehr. Sei doch mal mit dem zufrieden, was du hast.“ Und ich habe lange darauf gehört und es probiert, immer wieder. Habe mich selbst für überzogen gehalten. Und doch hielt das Gefühl des erzwungenen „mal zufrieden sein“ nie lange an.

 

Ich sah mein Leben vor meinen Augen ganz genau ablaufen. Es war im Endeffekt eine Dauerschleife des damals aktuellen Lebens und ich wusste, die nächsten 30-50 Jahre würde sich daran nicht viel ändern. Nein, das wollte ich nicht.

 

Und dann kam auch immer wieder dieser eine Gedanke in mir hoch: „Einfach nochmal von vorne anfangen“. Und der hielt sich. Ging nicht weg. Wurde gefühlt immer lauter.

 

Ich wusste lange, dass ich was ändern musste und auch werde. Nur von der Entscheidung bis zur tatsächlichen Umsetzung ist manchmal ein verdammt langer Weg. Meiner hat 9 Monate gedauert. Eine Zeit voller Ängste, Zweifel, 1000 Mal die gleichen Gedanken immer und immer wieder durchzukauen. Leicht habe ich es mir nicht gemacht.

 

Und dann war der Zeitpunkt da. Gezwungenermaßen und doch war es der Moment, der den Anstoß für mein neues Leben gegeben hat.

 

Mit dem Ende meiner damaligen Beziehung hat es begonnen. Ich habe mich selbst entdeckt, viel gesehen und gemacht, dass ich mir lange Zeit verwehrte, meine neue Liebe kennen gelernt & mich von der Selbständigen zur Unternehmerin entwickelt. Immer da, wo Bedarf war, habe ich mich auf meine neuen Reisen begeben und lebe so, dass es für mich passt.

 

Würde ich die Entscheidungen wieder so treffen? Ja auf alle Fälle.

 

Was habe ich für mich gelernt:

 

  • Sich selbst mit all seinen Talenten, Stärken, Fähigkeiten und Potenzialen zu (er)kennen und sich auch zu leben.
  • Zu wissen, was ich ich in meinem Leben wirklich will und auch was mir gut tut.
  • Alles was ich nicht brauche oder will, lasse ich weg.
  • Meine Grenzen zu kennen und für mich in Balance zu bleiben.
  • Ich habe in mir die Stärke und den Mut entdeckt, mich immer wieder auf´s Neue für MEIN Leben zu entscheiden und MEINEN Weg zu gehen, egal welche Herausforderungen dabei auf mich warten.
  • Ich weiß, dass es immer Wege gibt und dass sich neue Türen öffnen, auch wenn sich andere schließen.
  • Ich weiß mittlerweile, dass das Leben FÜR MICH arbeitet und nicht gegen mich: dafür habe ich doch etwas länger gebraucht, es zu verstehen.
  • Ich habe gelernt, auf mich zu achten und bei Bedarf nachzujustieren, dabei meine Ziele und Werte aber nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Ich habe gelernt, dass nicht mit einem Mal ändern alles gut ist & man danach nichts mehr tun muss. Es ist ein stetiger Prozess.
  • Ich habe gelernt, dass jeder für sein Leben und sein Glück selbst verantwortlich ist.
  • Ich habe gelernt, dass jeder für sich wirklich alles erreichen kann, was er wirklich will.

 

Das Leben ist eine Reise, in der wir uns immer wieder neu erfinden. Wir entwickeln uns, Situationen brechen über uns herein, Menschen kommen und gehen. Es gibt immer gute und schlechte Tage. Das bringt der Verlauf von Veränderungen automatisch mit sich.

 

Veränderungen brauchen Zeit. Auch wenn die Entscheidungen sehr schnell getroffen werden können und man genau weiß, dass es für einen selbst der richtige Weg ist, schwingen Ängste und Selbstzweifel immer mit. Auch wenn die Motivation anfangs sehr hoch ist, kommt der Moment, an dem man sich das „alte“ wieder zurück wünscht, weil man es kennt und es sich so heimelig anfühlt, egal wie schrecklich es vorher war. Was die meisten jedoch übersehen, ist der Wegweiser in dem unwohlen Gefühl. Der Wegweiser, dass man auf dem richtigen Weg ist. Das es vorher nochmal so richtig „sch…“ sein kann, bevor es danach richtig gut wird. Und das wird es. Jedes Mal wieder – solange, bis wir uns wieder verändern und der Prozess von vorne beginnt.

 

Dein Leben – Deine Verantwortung

 

Umso mehr wir das Leben durch andere bestimmen lassen, umso weniger leben wir das Leben, dass wir leben könnten. Wir sind nicht nur hier um einen Job zu haben um unsere Rechnungen bezahlen zu können oder Beziehungen zu führen, um der gesellschaftlichen Norm gerecht zu werden.

 

Sich für sein eigenes Leben zu entscheiden ist nichts für Weicheier. Es heißt sich immer wieder zu hinterfragen und sich zu entwicklen. Den Prozess einmal so richtig angestoßen, hört es auch nicht mehr auf, denn man weiß: ICH KANN ES und WILL ES AUCH.

 

Ich wünsche Dir, dass Du den Mut hast, Dein Leben zu leben, so dass Du im hohen Alter zufrieden darauf zurück blickst und mit einem Grinsen tolle Geschichten daraus erzählst.

 

Es ist machbar, nicht immer leicht und manchmal definitiv kein Zuckerschlecken, und doch jede Sekunde wert.

 

Und wie ist es heute?

 

Heute bin ich zufrieden. Meistens. Und wenn sich ein ungutes Gefühl einschleicht, dann ändere ich etwas. In der Regel mich selbst. Mein Verhalten. Meine Einstellung. Meine Gedanken. Und – oh Wunder – mein Umfeld ändert sich damit ganz von alleine mit.

 

Viel Spaß und frohes Entdecken.

 

Liebe Grüße

Nadja