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Es hat lange gebraucht, bis ich das wirklich verstanden habe. Meine persönliche Geschichte als Beitrag zur Blogparade „So heb ich mich ab – Was mir eine klare Positionierung gebracht hat“ von Eva Laspas, Akademie Schreiben lernen.   Seit ich meine Wunschkunden für mich genau definiert habe, spreche ich in einer Tour darüber. Meine Augen fangen an zu glänzen und ich sauge auch alles auf wie ein Schwamm, was mit meiner Zielgruppe zu tun hat. Und das sind nur Kleinigkeiten die sich geändert haben.   Aber zurück zum Anfang meiner Geschichte: Vor meiner Unternehmenszeit habe ich Jahrelang im Personalbereich gearbeitet, erst als Angestellte, nach 4,5 Jahren dann aber bereits als selbständige Beraterin & Trainerin. Ich sammelte Führungserfahrung und machte zwei Coaching-Ausbildungen (Business Coach & Team Coach).   Persönlich entwickelte ich mich auch extrem weiter, stellte mein Leben auf ein neues Level, in dem ich für mich selbst herausfand, was ich wirklich will und veränderte Stück für Stück meine Lebensbereiche so ab, dass ich überall meine Werte und Ziele in vollem Maße leben kann – mein Herzensweg eben.   Und genau da zeichnete sich im beruflichen ein Widerspruch ab. Ich was zwar schon selbständig, aber nicht dauerhaft selbst bestimmt. Ausserdem war es schon immer, seit ich 14 bin, mein Traum Unternehmerin zu sein. Das hieß also auch diesen Bereich nochmals für mich so umkrempeln, dass es zu mir passt. Nur wo anfangen?  

Den eigenen Weg gehen

Ich bringe durch meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen so viel mit. Gefühlt kann ich bei jeder Veränderung weiterhelfen. Also begann alles mit einem Bauchladen, was eher frustrierend und sehr ziellos war. Dann zeichneten sich die ersten Schwerpunkte ab: mir ging es bei allen bisherigen Tätigkeiten darum die Potenziale bei den Menschen, mit denen ich arbeitete herauszufinden und ihnen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. Da ich auch selbst für mich beschlossen habe, meinen Weg zu gehen, unterstütze ich liebend gerne Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen. Dann kommen aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit als Personalerin auch immer wieder Anfragen und Problemstellungen bzgl. Führung, Mitarbeiter und Karriereziele zu mir, die mir unheimlichen Spaß machen und ich extrem viel Nutzen bieten kann.   Die drei Richtungen waren für mich sehr schnell klar, es waren aber immer unterschiedliche Zielgruppen, die diese Anfragen stellten. Die Aufträge und das Geld waren sehr gut. Nur auf Dauer empfand ich es als extrem anstrengend und fühlte mich in den Welten ständig hin- und hergerissen. Mein Wunsch war es, alles auf einen gemeinsamen Nenner zusammen zu bringen.  

Sich mit dem Thema Positionierung intensiv beschäftigen

So musste ich mich, wohl oder übel doch mit dem Thema Wunschkunde auseinandersetzen. Zu Beginn hatte ich gar keine rechte Lust. Ich habe mir Download mit Fragestellungen zu meinem idealen Kunden geholt, Webinare besucht, einzelne Onlinekurse gemacht. Ich kam auch einen großen Schritt weiter, denn ich stellte auf jeden Fall für mich fest, dass ich am liebsten mit Frauen arbeite, die selbst ein Unternehmen haben. Hier sah ich eine gute Basis dafür alle meine Themen einbringen zu können.   In meiner Mastermindgruppe diskutierten wir das Thema Zielgruppe auch regelmäßig und doch bekam ich trotz all meiner Bemühungen immer wieder das Feedback, meine Zielgruppe sei noch zu groß. Gefühlt hatte ich mich eh schon so eingeschränkt – für mich als freiheitsliebender Mensch – war das echt eine Qual. Nur sie sollten Recht behalten. Ich merkte es selbst daran, dass ich mit meinem Angebot Selbständige ansprach, für die oft das Thema eigene Mitarbeiter gar kein Thema war. Ausserdem konzentrierte sich die Arbeit zu sehr auf den Bereich Potenziale entdecken, dass ich sehr gerne mache, aber trotzdem nur ein Teil meiner Arbeit sein sollte. Ich bekam auch immer mehr das Gefühl nicht greifbar genug zu sein. Interessenten und Kunden konnten mit meinen Angeboten nur bedingt etwas anfangen, weil es im Nachhinein zu unkonkret war und kein wirkliches Problem des Kunden löste. Damalige Kundenfeedbacks zeigten mir das auch, ich verstand es bis zu dem Zeitpunkt nur noch nicht. Das wollte ich ändern. Ich wollte endlich verstanden werden und greifbar zeigen, wie sehr meine Angebote weiterhelfen. Früher hatte es ja auch geklappt, als ich mich auf das Personal- und Karrierethema konzentriert hatte.   Aber aufgeben kam für mich nicht in Frage. Mein Traum vom für mich wahren Unternehmertum sollte auf jeden Fall Realität werden. Das ich es schaffen kann, wusste ich. Dazu hatte ich schon genug andere herausfordernde Situationen gemeistert. Aber ich wusste auch, alleine schaffe ich es nicht.  

Unterstützung holen

So holte ich mir Unterstützung von Sonja Kreye. Und bevor wir so richtig los starteten, hatte ich noch einen tollen Austausch mit meiner lieben Unternehmerkollegin, Melanie Vogel, und wir unterhielten uns über Frauen als Unternehmerinnen und in Führungspositionen im Generellen und kamen dabei auch auf die Unternehmensnachfolgerinnen zu sprechen, denjenigen Frauen, die den Familienbetrieb übernehmen und da traf es mich wie der Blitz.   Das ist es, dachte ich mir. Nachfolgeunternehmerinnen. Hier kommen alle meine Herzensbereiche zusammen: eigene Wege gehen und Herzensentscheidungen treffen, mit Potenzialen von Menschen & Unternehmen arbeiten, Führungsthemen lösen und Veränderungen begleiten. Und es gibt ein großes Hauptthema drumherum: die Unternehmensnachfolge, wie früher das Thema Personal und Karriere.   Auch mein Mentoring hat diese Zielgruppe nochmals bestätigt und so konnten wir zusammen eine tolle Strategie ausarbeiten und zielgenaue Angebote kreieren.   Und dieses Mal sollte ich Recht behalten ;-). Seit ich meine Zielgruppe gefunden habe:

  • bin ich extrem klar für mich selbst, aber auch für andere
  • ich bin für meine Kunden so richtig greifbar geworden
  • alles ist im Fluss: Informationen, Kontakte, Kunden, Chancen & Möglichkeiten, die sich täglich ergeben und zu mir fließen
  • habe ich extrem Spaß bei allem was ich tue, weil ich eine klare Zielrichtung habe.
  • wächst mein Unternehmen stetig.

 

Was hat mir geholfen:

Auf jeden Fall zu erkennen, dass es ein Prozess ist, der Zeit braucht. Jede einzelne Beschäftigung mit dem Thema, sei es über eine Checkliste, bestimmten Fragestellungen, Kurse, Gespräche mit anderen und Mentoring hat mir auf meinem Weg geholfen und mich zu meiner Zielgruppe geführt. Aus meiner Sicht kann ich jedem nur raten dranzubleiben und sich auch die Zeit zu geben.   Lange Zeit habe ich es selbst nicht geglaubt, dass eine klare Positionierung wirklich was bringt, weil ich große Angst hatte, mich selbst zu sehr einzuschränken und zu beschneiden. Und doch: Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch die Positionierung habe ich eine ganz andere Sichtbarkeit bekommen und auch Kunden, die vorher so nicht gekommen sind.   Auch die Zusammenarbeit mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen im Rahmen der Unternehmensnachfolge zeigt mir immer wieder, umso kleiner das Unternehmen ist, umso spezieller sollte auch die Positionierung und damit der Nutzen für den Kunden sein, um wirklich gesehen zu werden.   Natürlich interessiert mich jetzt: Wie hat sich Deine Zielgruppe entwickelt? Wie siehst Du das Thema Positionierung? Erzähl uns gerne Deine Geschichte in den Kommentaren.   Liebe Grüße Nadja