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Kämpfst Du als Nachfolgerin gerade damit, dass die Nachfolge eigentlich klar ist, Dein Übergeber den Termin aber doch immer wieder hinauszögert oder sogar über keinen definitiven Übergabetermin sprechen möchte?

Und Du bist darüber frustriert, verzweifelt und genervt?

 

Das Zögern hat Gründe, die nicht unbedingt in Deiner Person liegen.

 

6 dieser möglichen Gründe habe ich Dir hier zusammengestellt:

 

Ein Leben ohne Unternehmen

Das Unternehmen begleitet die Senioren über Jahrzehnte hinweg. Sie kennen nichts anderes. Und dann soll es auf einmal vorbei sein. Tagtäglich haben sie entweder im Unternehmen gearbeitet oder sich zumindest gedanklich damit beschäftigt. Sie haben ihre Familien und ihre Hobbys immer wieder hinten angestellt. Der Gedanke wirklich loszulassen fällt hier vielen Senioren sehr schwer.

 

Empfehlung: Hilf ihnen bereits vor dem Ausstieg aus dem Unternehmen die Freude und das Brennen auf ein Leben ausserhalb des Unternehmens zu entfachen. 

 

Älter werden | Alt sein

Der Gedanken an den Ausstieg lässt viele auf die bisherigen Erlebnisse zurückblicken. Rechnet man dann auch die Jahreszahlen dazu, wird einem schlagartig das eigene Alter bewusst. Und das will sich nicht jeder eingestehen, vor allem dann nicht, wenn man sich selbst noch viel jünger fühlt.

 

Empfehlung: Zeig ihnen, dass ihre Erfahrungen für Dich wertvoll sind, auch über die Übergabe hinaus. Vielleicht kann er ja Dein Mentor werden.

 

Eigene finanzielle Sicherheit

Nicht alle machen sich einen klaren Finanzplan: welche Ersparnisse und Vorsorgeleistungen sie haben. Die wenigsten wissen oder beschäftigen sich viel zu spät damit, was sie an finanziellen Mitteln brauchen, damit sie auch wirklich aufhören können. Dann kommen noch die Zahlungen an das Finanzamt, die mit der Übergabe zusammenhängen – auch hier ist vielen nicht bewusst, welche Höhe an Ausgaben auf sie zukommt. Aus dieser Unsicherheit heraus oder auch mit den überraschenden Informationen entstehen Existenzängste über die eigene finanzielle Sicherheit im Alter.

 

Empfehlung: Eine frühzeitige Vorsorgeplanung für die benötigten finanziellen Mitteln im Alter. Zusätzlich unterstützt eine Unternehmensbewertung, den tatsächlichen Unternehmenswert realistisch zu bestimmen. Dazu helfen Gespräche mit einem Steuerberater, mit Spezialisierung auf Unternehmensnachfolgen, für die richtige langfristige Steuerstrategie, damit die finanzielle Basis auf trockenen Füßen steht.

 

Gerechte Verteilung des Erbes innerhalb der Familie

Gibt es mehrere Erben sollen alle idealerweise gleichberechtigt behandelt werden. Sind die Kinder nicht an dem Unternehmen beteiligt, geht es den meisten Übergebern darum andere Ausgleichsformen zu finden. Bevor sie sich jedoch mit den möglichen Streitigkeiten auseinandersetzen, verschieben sie das Nachfolgethema lieber.

 

Empfehlung: Bei der Verteilung des Erbes sollte das Unternehmen separat betrachtet werden und vor allem demjenigen überlassen werden, der dann auch die ganze Verantwortung übernimmt. Wer einen Teil des Unternehmens einfordert, soll dafür auch seinen Beitrag leisten. Es geht um das Wohl des Unternehmens, nicht der Erben.

 

Unangenehme Gespräche mit den Mitarbeitern

Kommt eine Nachfolgerin ändert sich vieles. Eine neue Persönlichkeit mit neuen und eigenen Ideen. Wer weiss, was die Person dann alles vorhat. Wird es neue Standorte geben? Bleiben die Produkte und Dienstleistungen so wie sie jetzt sind? Bleiben die Mitarbeiter in den aktuellen Funktionen? Was wird sich alles verändern?

 

Das sind natürlich Fragen, die sich die Mitarbeiter stellen und beim Senior auch nachfragen werden. Um diesen, manchmal auch unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, vertagen sie die Übergabe dann gerne.

 

Empfehlung: Nimm Du als Nachfolgerin die Mitarbeiter so früh wie möglich mit in Dein Boot und gib ihnen Sicherheit. Zeig ihnen Deine Pläne für die Zukunft und welche Rolle sie darin auch spielen werden. Natürlich alles mit dem Senior vorab abgestimmt. Das erspart dem Senior dann auch die unangenehmen Gespräche.

 

Angst die mögliche Wahrheit zu erkennen

Mit der Nachfolge steht auch das Unternehmen des Seniors auf dem Prüfstand. Dabei zeigt sich, wie erfolgreich das Unternehmen geleitet wurde. Dabei geht es nicht nur allein um die Zahlen sondern auch um die Überprüfung der Prozesse, der aktuellen Technologien und der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

 

Wer lässt schon gerne seine Hosen vor anderen komplett herunter.

 

Empfehlung: Bring dem Senior größte Wertschätzung seinem Unternehmensbaby gegenüber entgegen. Gib ihm das Gefühl, dass der bisherige Erfolg gerechtfertigt ist, es aber auch so bleiben soll. Auf dem Prüfstand stehen nicht die bisherigen Erfolge, sondern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Frage ihn dazu gerne, wie er das Unternehmen sieht, wenn er es heute für sich übernehmen würde. 

 

An welchen Mauern stößt Du Dir die Nase? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

 

Und vergiss nicht: Unternehmensnachfolge darf leicht gehen!

 

Liebe Grüße

Nadja