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Für die Blogparade „Wie werde ich zum Konfliktmeister“ von Christina Wenz kam mir nach dem Lesen eines Dialogs dazu, eine zündende Idee.

 

Wir reden, lesen und schreiben immer so viel zu Konflikten mit anderen Menschen in der Familie, Arbeit und sonstigen Lebensbereichen, wie wir besser miteinander umgehen und kommunizieren können, zuzuhören anstatt von vorne herein zu verurteilen usw.

 

Nur mit was wir uns eher seltener beschäftigen sind unsere eigenen, inneren Konflikte. Und ja, wir tragen sie alle in uns – denn wir sind mehr als nur eins.

ggg
Kennst Du das,

… wenn Du was ändern möchtest und doch nichts machst.
… wenn Du Ideen und Gedanken ständig im Kreis drehst, aber keine Lösung in Sicht tritt?
… wenn Du Dir unsicher wirst, während Du etwas umsetzt.
… wenn Du einfach keine Entscheidung treffen kannst oder es Dir irrsinnig schwer fällt.
… wenn Dir zu einer Frage, Äußerung oder Handlung unterschiedliche Impulse oder auch Emotionen hochkommen.
… wenn Du ein tolles Angebot oder eine geniale Nachricht bekommst und trotzdem fühlst Du Dich unwohl dabei.

ggg

Friedemann Schulz v. Thun nennt das die „Pluralität“ in uns. Es bedeutet, dass wir mehrere Persönlichkeitsanteile in uns haben, die sich zu den unterschiedlichsten Themen und Aktionen zu Wort melden. Nicht immer alle und auch nicht in der gleichen Ausprägung sondern den Situationen und Charakteren angepasst. Wie in einem ganz normalen Team eben.

 

Es gibt die lauten und die ruhigeren Parts in uns, die egoistischen, die sachlichen, die emotionalen, alles was uns eben auch ausmacht. Und jedes Teammitglied sendet uns zu gegebenem Anlass seine persönliche Botschaft. Dabei werden auch manchmal Botschaften von anderen übertönt, und umso größer der innere Konflikt umso tobender sind auch die Beteiligten.

 

Deine Stimmanteile melden sich auch dann, wenn Du eine Entscheidung aus reiner Vernunft triffst oder eine Handlung durchführst, weil Du denkst, es ist das Beste so. Hier können sich diejenigen Persönlichkeitsanteile bemerkbar machen, die Du in diese Entscheidung nicht mit einbezogen hast.

 

Das kann sein, wenn Du z.B. zu einem Vortrag eingeladen bist, auf den Du so gar keine Lust hast, es aber irrsinnig wichtig für Deine unternehmerische Entwicklung ist, oder wenn Du ein Auftragsangebot annimmst obwohl Du für Dich genau weißt, dass Du mit diesen Kunden nicht gerne arbeitest, also kurz gesagt: auch immer dann wenn Du zu etwas JA sagst, obwohl Du eigentlich NEIN meinst.

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Wie kann ich innere Konflikte für mich lösen?

ggg
Ignorieren wäre eine Möglichkeit und meistens auch die beliebteste, die jedoch früher oder später zu hohem Frustpotential führt. Anhaltende Unzufriedenheit, Reizbarkeit oder Gleichgültigkeit können sich daraus entwickeln. Keine Angst, es gibt bessere Methoden, sie sind allerdings mit etwas Arbeit verbunden.

 

Im Folgenden stelle ich Dir 5 Schritte vor, wie Du innere Konflikte für Dich lösen kannst.

 

Zuhören:

Wie bei einem Konflikt mit einer anderen Person geht es im ersten Schritt einfach nur darum zuzuhören. Und so einfach ist das gar nicht. Denn hier ist es ganz wichtig aktiv in Dich hinein zu hören, was da alles so gesprochen wird. Nimm die einzelnen Botschaften war und zwar wirklich alle. Da können auch ganz leise dabei sein oder eben Botschaften, die nicht ausgesprochen werden und doch ist ein flaues Gefühl vorhanden. Schreibe Dir gerne alles auf.

ggg

Namen geben:

Erfasse als nächsten Schritt die Charaktere dazu und gib ihnen auch einen Namen. Das können z.B. die Gelassene, die Zielstrebige, die Kontaktmanagerin, die Idealistin, die Sportlerin, die Partnerin u.v.m. sein.

 

Teamchefin bestimmen:

Hast Du die Botschaften gesammelt, ist es nun wichtig zu erkennen, dass Du der Teamchef bist und es Deine Aufgabe ist, als Führungskraft die Verantwortung für Dein eigenen Teams zu übernehmen.

ggg

Botschaften & Bedürfnisse verstehen:

Höre Dir nun alle Einzelstimmen in Ruhe an. Alle anderen haben in der Zwischenzeit Sendepause. Schau hier auch genau auf die dahinter liegenden Bedürfnisse bzw. welche positive Absicht die Botschaft beinhaltet. Wenn es z.B. darum geht, Dich von irgendetwas abzuhalten, kann Sorge dahinter stecken. Dieser Persönlichkeitsanteil möchte Dich beschützen usw.

ggg

Gemeinsame Lösung finden und Entscheidung treffen:

Hast Du alles angehört, fasse die einzelnen Botschaften mit den Bedürfnissen für Dich zusammen, finde Allianzen, wenn möglich und versuche für Dich zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, so dass alle Beteiligten sich wiederfinden. Hier können auch richtige Verhandlungsgespräche stattfinden, so dass ein Bedürfnis vielleicht dieses eine Mal mehr zurücksteckt, dafür beim nächsten Mal komplett im Vordergrund steht. Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten, insbesondere Du als Teamchefin, mit der Entscheidung wohl fühlen. Und dann triff natürlich die endgültige Entscheidung und kommuniziere sie oder setze es um.

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Diese Lösungen können in Sekunden passieren oder aber auch etwas länger in Anspruch nehmen, je nachdem, wie konfliktreich Dein Thema ist.
Aber was tun, wenn Du direkt in der Situation bist und andere sogar auf eine Entscheidung oder Handlung von Dir warten?

ggg
Hier hast Du unterschiedliche Möglichkeiten (vgl. dazu auch „Miteinander Reden 3 – Das Innere Team und situationsgerechte Kommunikation“ von F. Schulz v. Thun):

  • Du kannst um Aufschub bitten und meldest Dich zum Zeitpunkt x mit einer Antwort.
  • Du kannst Deine Unstimmigkeiten offen in das Gespräch oder die Diskussion mit einbeziehen, dass Du Dir zu dem vorgeschlagenem Thema gerade diese und jene Gedanken machst. Die Transparenz kann Deinem Gegenüber auch helfen Deine Bedenken besser zu verstehen und ihr löst direkt gemeinsam alles zusammen auf. Denn wer weiß, vielleicht ergeben sich zusammen ganz andere Lösungen, an die Du im ersten Moment gar nicht denkst. Diese Lösung ist aus meiner Sicht auch die sinnvollste und effektivste Art zu kommunizieren.
  • Du kannst die innere Diskussion im Hintergrund abhalten und nach vorne hin weiter Konversation betreiben, so lange bis Dein Team zu einer gemeinsamen Entscheidung gekommen ist.
  • Du kannst auch spontan der erstbesten Stimme folgen und falls im Nachgang Bedenken kommen, Deine Entscheidung nachjustieren.
  • Deine Teamentscheidung kommt so schnell zustande, dass Deine Antwort in Sekundenschnelle möglich ist.

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Mit dieser Methode lernst Du Dich und Deine Bedürfnisse sehr gut kennen, triffst dadurch für Dich bessere Entscheidungen, hast klare Argumente zur Hand und kannst dadurch Dein eigenes Team und damit Dich persönlich enorm entwickeln.

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Und nun viel Spaß beim Entdecken der Methode und Lösen Deines nächsten inneren Konflikts.
Liebe Grüße
Nadja

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P.S. Mehr Details dazu folgen auch bald in meiner Podcast-Reihe „Erfolg 4.0“, in dem ich Dir Impulse und viele weitere Tipps zu Deinen ungenutzten Potenzialen im Business gebe.

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P.P.S. Willst Du mehr zu Deinen ungenutzten Potenzialen im Alltag wissen, dann hol Dir gerne meinen kostenlosen Miniworkshop „Stärken und Potenziale im Alltag spielend leicht entdecken“.